Roboter bewegen sich.
Der Versicherungsschutz muss mitdenken.
Für mobile oder humanoide Roboter – etwa Unitree G1 EDU-U6 oder D-U6 – reicht häufig kein einzelner Standardvertrag. Wir strukturieren Eigenschäden, technische Defekte, Haftpflicht, Cyber- und KI-Risiken zu einem nachvollziehbaren Konzept.
Eigenschaden, Technik und Haftung trennen.
Je genauer die Schadenart beschrieben wird, desto besser lässt sich erkennen, welcher Vertrag oder welche Kombination benötigt wird.
Vollkasko- oder All-Risk-Konzept
Kann – abhängig von Bedingungen und individueller Vereinbarung – unvorhergesehene Eigenschäden wie Sturz, Kollision oder äußere Beschädigung erfassen. Ausschlüsse und Selbstbehalte müssen ausdrücklich geprüft werden.
Maschinenbruchversicherung
Für mechanische und elektromechanische Schäden, etwa durch Materialfehler, Bedienungsfehler, Blockieren, Überlastung oder innere Betriebsschäden – jeweils nur im vereinbarten Umfang.
Elektronikversicherung
Schützt elektronische Komponenten und Steuerungstechnik gegen versicherte Sachschäden. Software, Daten, Verschleiß, Wartung und reine Funktionsstörungen sind gesondert zu beurteilen.
Haftpflicht für Schäden an Dritten
Relevant, wenn der Roboter Personen verletzt oder fremde Sachen beschädigt. Tätigkeit, Einsatzort, Autonomie, Werkzeuge und Interaktion mit Kunden beeinflussen die Risikobeschreibung.
Cyber- und Datenbausteine
Hacking, unberechtigter Fernzugriff, Schadsoftware, Datenverlust, Datenschutzvorfälle und Betriebsunterbrechung können unterschiedliche Deckungsbausteine erfordern.
KI-gesteuerter Betrieb
Bei lernenden oder teilautonomen Funktionen müssen Verantwortlichkeiten, Freigaben, Sicherheitsgrenzen, Protokollierung und der Zusammenhang zwischen Softwareentscheidung und Schaden dokumentiert werden.
Vor der Ausschreibung müssen zehn Punkte klar sein.
Versicherer benötigen eine nachvollziehbare technische und betriebliche Beschreibung. Ein bloßer Modellname reicht meistens nicht.
Roboter und Wert
Hersteller, Modell, Seriennummer, Kaufpreis, Wiederbeschaffungswert, Zubehör, Ersatzteile und geplante Erweiterungen.
Einsatz und Umgebung
Eigener Betrieb, Labor, Produktion, Lager, Veranstaltungen, Kundenbereiche, Außenbereich, Treppen, unebener Boden und Transport.
Bewegung und Werkzeuge
Geschwindigkeit, Traglast, Greifer, Werkzeuge, mögliche Schlag- oder Klemmstellen, Schutzbereiche und Not-Halt.
Steuerung und Autonomie
Manuell, fernbedient, teilautonom, KI-gesteuert, Cloud-Anbindung, Updates, Schnittstellen und externe Entwickler.
Cyber-Sicherheit
Zugriffsschutz, Benutzerrechte, Verschlüsselung, Protokolle, Patchmanagement, Netzsegmentierung und Reaktion auf Kompromittierung.
Betriebsorganisation
Bedienerschulung, Wartung, Prüfungen, Herstellerangaben, Risikobeurteilung, Aufsicht, Vorfälle und Schadenverhütung.
Vom technischen Datenblatt zum Deckungskonzept.
Nicht jeder Baustein ist für jedes Robotermodell oder jede Verwendung verfügbar. Deshalb werden Marktanfrage und Vertragswortlaut dokumentiert.
Daten erfassen
Wert, Technik, Einsatz, Steuerung, Umfeld und Schadenpotenzial.
Schadenszenarien
Sturz, Kollision, Defekt, Fremdschaden, Manipulation und Ausfall.
Bausteine ordnen
All-Risk/Kasko, Maschinenbruch, Elektronik, Haftpflicht, Cyber und BU.
Markt anfragen
Risikobeschreibung, Fragebogen, Sicherheitskonzept und gewünschte Summen.
Polizze prüfen
Ausschlüsse, Selbstbehalte, Obliegenheiten, Zeitwert/Neuwert und Sonderklauseln.
Roboter-Versicherung verständlich erklärt.
Kann ein Sturz des Roboters versichert werden?
Das kann je nach Produkt, Risikobeschreibung und Bedingungen möglich sein. Zu prüfen sind insbesondere äußere Einwirkung, Bedienungsfehler, innere Ursache, Verschleiß und Selbstbehalt.
Reicht eine Maschinenbruchversicherung?
Nicht zwingend. Elektronische Komponenten, äußere Beschädigungen, Haftpflicht, Cyber, Daten und Betriebsunterbrechung können zusätzliche Bausteine benötigen.
Was passiert, wenn der Roboter gehackt wird?
Es muss unterschieden werden zwischen Wiederherstellung, Daten- und Systemschaden, Betriebsunterbrechung, Datenschutz, Lösegeld, Fremdschäden und der Ursache des physischen Schadens.
Ist KI automatisch mitversichert?
Nein. Entscheidend sind Einsatzbeschreibung, Autonomiegrad, Software, externe Dienste und die konkrete Formulierung der Versicherungsbedingungen.
